Jahreswechsel - Silvester (Teil 1)

 

Je näher der Jahreswechsel rückt, umso mehr steigen Stress und Hektik. Viele unserer Haustiere, besonders Hunde und Katzen, leiden sehr unter dem extremen Lärm und den ungewohnten Lichtreflexen in der Advent- und Weihnachtszeit. Dies macht sich oft durch starke Aggression, Durchfall, Verkriechen und lautem Gebell bemerkbar. Diese Reaktion ist nur zu gut verständlich, da Hunde und Katzen einen viel besseren Gehörsinn haben als wir Menschen.

 

 

 

Falls Ihre Katze eine nervöse Natur ist empfiehlt es sich, ein ruhiges und entspannendes Umfeld zu schaffen. Kuschelige Höhlen im Badezimmer oder Abstellraum, Katzenzimmer im Keller, leise Musik wie Klassik oder Balladen, wirken oft sehr positiv. Außerdem sollte man den Tigern viel Aufmerksamkeit schenken, hektische Bewegungen vermeiden und ruhig auf sie einreden.

 

Hunde müssen auch an Silvester ihr Geschäft erledigen. Bei ängstlichen Tieren ist es wichtig, den letzten Gang schon vor Beginn des Lärmes zu machen. Man darf den Hund auf keinen Fall von der Leine lassen - ein plötzlicher Kracher kann ausreichen und er läuft in heller Panik kopflos davon. Auf diese Weise sind schon viele geliebte Vierbeiner spurlos verschwunden, haben sich verlaufen und nicht mehr nach Hause zurück gefunden. Oder noch schlimmer: sie wurden beim unachtsamen überqueren von Straßen, oder plötzlichen Vorspringen vor ein parkendes Auto oder durch einen Zaun, ect, von einem Auto erfasst und so schwer verletzt.

 

Zuhause sollte man die Fenster geschlossen halten, damit das sensible Gehör nur gedämpfte Geräusche ertragen muss. Falls Ihr Hund menschliche Nähe sucht, sollte man ihm das auch gewähren lassen. Aber bitte denken Sie daran, nicht mit Ihrem Schatz gleichsam hysterisch zu werden und sich von der Panik anstecken zu lassen. Anders als Menschen, können unsere Haustiere nicht wissen, dass von Böllern und co im sicheren Haus keine Gefahr ausgeht. Wenn aber das geliebte Herrchen oder Frauchen weint, oder sich extreme Sorgen macht, so überträgt sich das noch zusätzliche auf den Hund. Denn er versteht nur, dass seine seelische Stütze sehr ängstlich ist und er sich also auch so benehmen muss.

 

 

 

Wenn möglich kann man den Hund mit seinem Lieblingsspielzeug ablenken, auch ruhige Musik kann sich sehr positiv auswirken. Bitte keine Glitzerlichter in Haus anstellen und die Rollläden, sofern vorhanden, schließen. Für viele unserer Lieblinge ist es besonders wichtig, in gewohnter Umgebung in unmittelbarer Nähe zu seiner Familie zu sein. So kann er sich geborgen und sicher fühlen.

 

Bei besonders ängstlichen Tieren gibt es die Möglichkeit auf unterschiedliche Medikamente zurückzugreifen. Um die optimale Therapie zu finden, die auf das Wesen und den Charakter Ihres Lieblings abgestimmt ist, reicht oft ein kurzer Besuch in meiner Praxis.

 

Lesen Sie im 2. Teil mehr über Medikation und Präventivmaßnahmen für den Jahreswechsel mit Ihrem Haustier. 

 

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