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Wird der Katzentransport dir zur Qual – hilft gutes Training allemal!

Es gibt Situationen im Leben einer Katze, in der es notwendig wird, eine gewisse Zeit in einer Transportbox zu verbringen. Sei es der jährliche Besuch beim Tierarzt, eine Umsiedelung in ein neues zu Hause oder für „Ferien“ in einer Pension. Doch oft bekommt man bereits furchtbare Bauchschmerzen, wenn man nur an solch ein Unterfangen denkt. Die Kratz- und Bisswunden bis die Katze endlich im Transporter ist bzw die ewig lange Suche nach der Katze (denn die hat natürlich schon bemerkt, dass da was im Busch ist) – all diese Gedanken bereiten schon Tage vorher schlaflose Nächte! Doch das muss nicht so sein – ein gezieltes Training ist die Lösung – egal ob jung oder alt!

Bevor es jetzt gleich mit dem Training losgeht, noch kurz ein paar Worte zum „Warum“?!

Für viele Katzen ist die Transportbox der Feind. Das liegt oft daran, dass der erste Kontakt nicht besonders einfühlsam stattgefunden hat bzw immer negativ verknüpft wird. „Stopft“ man die Katze zum ersten Mal schnell in den Transporter -weil man schon spät dran ist, und ohnehin schon nervös ist- und fährt dann zum Tierarzt, sind das Alles keine positiven Erfahrungen. Kommt die Box auch nur zum Vorschein, wenn ein Tierarztbesuch ansteht und ist sonst im Keller verstaut, wird sie auch immer eine Qual bleiben. Um das zu verhindern bzw zu verändern braucht es Sicherheit und Übung.

Was benötigt man für ein Boxentraining?

  • geeignete Transportbox
    – Hygiene
    die Box sollte stabil und leicht zu reinigen sein
    – Öffnungen
    praktischerweise sind 2 Öffnungen zum Herausnehmen der Katze vorhanden. Viele Stubentiger mögen es lieber von oben aus der Box genommen zu werden. Außerdem müssen ausreichend kleine Luftlöcher vorhanden sein.
    – Größe
    eine adäquate Größe für die ausgewachsene Katze muss zur Verfügung stehen – das bedeutet, dass die Katze darin stehen, sitzen, sich umdrehen und entspannt liegen kann.
    – „Zerlegbarkeit“
    die Teile der Box sollten leicht und leise auseinandernehmbar sein. So kann die Katze beim Tierarztbesuch während einiger Teile der Untersuchung auch ohne Deckel in ihrem Körbchen bleiben.
  • Decken/Kissen
    – Einlage
    eine weiche, leicht zu reinigenden Unterlage mit vertrautem Geruch macht den Transport um einiges angenehmer. Auch eine kuschelige Decke als Höhle wird gerne angenommen.
    – Abdeckung
    ein luftdurchlässiges Tuch zum Abdecken der Box schützt vor Kälte und Wind und bietet außerdem Schutz vor „furchterregenden“ Außeneindrücken.
  • Belohnung
    egal ob schmackhaftes Futter, Leckerlis, Spielzeug oder „nur“ Streicheleinheiten – alles, was Ihre Katze gerne mag, kommt zum Einsatz!
  • Ruhe, Geduld und Zeit
    jedes Training brauch seine Zeit – üben Sie in regelmäßigen und kurzen Einheiten. Erwarten Sie nicht zu schnell zu viel – erste Erfolge stellen sich über ein paar Wochen ein. Und das Wichtigste – bleiben Sie geduldig, auch wenn es manchmal schwerfällt. Ein zu intensives Training bring niemandem etwas. Die Katze ist überfordert und verliert das Interesse und der Mensch wird frustriert, weil keine Fortschritte zu sehen sind.

Die ersten Schritte

Regelmäßiges Wiederholen in kurzen Einheiten (ca 5 Minuten) mehrmals pro Woche ist bereits ausreichend. Nehmen Sie sich diese paar Minuten Zeit, gestalten Sie diese Zeit mit Ruhe und ohne Zwang und sorgen Sie immer für ein rechtzeitiges (Katze hat noch Interesse an der Interaktion) und positives (Spielen oder Füttern) Beenden der Trainingseinheiten. Jetzt heißt es: die Katze gibt das Tempo an!

Doch bevor sie mit dem eigentlichen Training – das in der Box bleiben – beginnen können, muss sich Ihre Katze erst mal in der Nähe der Box wohlfühlen.

Wie schafft man das?

  • Lassen Sie die Box immer an einem Ort offen stehen und legen Sie ein paar Decken hinein – so kann sich die Katze reinlegen und es wird als neues Körbchen gesehen und nicht als Gefahr
  • wecken Sie das Interesse an der Box
    Leckerlis und Spielzeug können dabei helfen, auch die Fütterung in der Box – sofern keine Angst besteht – kann hilfreich sein.
  • Bieten Sie zunächst nur den unteren Teil an
    vor allem wenn große Aversion oder Angst gegenüber dem Transporter besteht, ist dies eine gute Startmöglichkeit
  • Belohnen
    vergessen Sie nicht auf großzügiges Belohnen – jedes freiwillige Verhalten sollte beim Training unverzüglich (innerhalb von Sekunden) belohnt werden.

Training:

  • Verbleiben in der Box
    Ist die erste Hürde geschafft, wird das Verbleiben geübt. Hierzu setzt man die Katze ohne Gitter und belohnt in sehr kurzen Intervallen. Mit steigender Sicherheit der Katze verlängert man die Intervalle zwischen den Belohnungen. Erst wenn die Katze entspannt für 1-2 Minuten in der Box bleibt und wenige Leckerlis dafür notwendig sind, wird das Gitter eingesetzt.

Freiwilliges Liegen in der Box

 

  • Schließen der Tür
    das Tor wird zunächst nur eingesetzt, aber nicht geschlossen – achten Sie darauf, dass das Gitter nicht plötzlich laut zuknallt. Erst nach und nach wird die Türe für ein paar Sekunden geschlossen. Dies wird so lange trainiert, bis die Katze bei geschlossener Tür entspannt ist.
  • Aufheben und Tragen
    zuerst wird der Transporter plus Katze nur kurz angehoben und wieder abgesetzt. Die Übung wird dann mit ein paar Schritten gesteigert, bis zu einer Tragerunde durch das zu Hause. Oft ist es hilfreich ein Signalwort wie „los geht´s“ vor dem Hochheben zu verwenden.
  • Transport im Freien
    lässt sich Ihr Liebling nun entspannt durch die Räume tragen, können Sie einen Schritt weiter gehen. Üben sie jetzt das Rausgehen in eine fremde Umgebung. Beachten Sie bitte zu Beginn einen Zeitpunkt mit wenigen Stressfaktoren (Lärm, Verkehr, usw) zu wählen.
  • Autofahrt
    Zum Abschluss wird das Transportieren in einem Auto geübt. Dafür muss der Transporter sicher an einer ebenen Stelle befestigt werden -zuerst im stehenden Auto und dann mit laufendem Motor. Schlussendlich fahren Sie kurze Strecken. Achten Sie bitte darauf, keinen ruckartigen Fahrstil an den Tag zu legen und füttern Sie keine großen Mengen vor einer geplanten Fahrt. All das könnte zu Übelkeit führen und Ihr hartes Training wieder zurückwerfen. Beim Zurückkommen in einen Haushalt mit mehreren Katzen, geben Sie dem „Ausflügler“ immer genug Zeit und Raum, um getrennt von den Anderen ankommen zu können.

 

Im Transporter ist man sicher…