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Herbstgrasmilbe – Die juckende Gefahr nicht nur im Herbst

Die Herbstgrasmilbe oder auch Neotrombicula autumnalis ist eine ca 0,3 mm große, rostbraune Milbenart, welche in unseren Breiten vor allem im Früh- und Spätsommer bis in den Herbst hinein vorkommt. Im Gegensatz zu anderen Milben kann man diese auch mit bloßem Auge und somit ohne Mikroskop erkennen. Die erwachsene Herbstgrasmilbe lebt, wie der Name es vermuten lässt, in der grünen Umgebung und ist eigentlich harmlos. Besonders gerne hält sie sich in Gärten oder Wiesen auf.

Die Milben legen ihre Eier auf dem Boden ab, Dort schlüpfen die Larven, die für uns unangenehm sind. Diese ernähren sich von Zellsäften und Lymphe. Sie krabbeln auf Grashalme und warten dort auf einen vorbeigehenden Wirt. Das kann ein Mensch, Hund, eine Katze, oder auch Kaninchen sein. Beim Vorbeigehen wird die wartende Larve abgestreift und beginnt gleich mit ihrem Mahl. Sie ritzt die haut mit ihren scharfen Mundwerkzeugen ein und saugt dann die Flüssigkeit auf. Blut mag sie nicht so gerne.

Das Saugen dauert bei Fehlwirten (die Herbstgrasmilbe bevorzugt Tiere) – wie dem Menschen- nur einige wenige Stunden. Ansonsten dauert die Mahlzeit auch mehrere Tage. Wenn die Larve satt ist, lässt sie sich einfach auf den Boden fallen und entwickelt sich dort zur erwachsenen Milbe. Diese ist kein Parasit, lebt auf dem Boden, legt dort ihre Eier ab und kann auch im Freien überwintern.

Eine Übertragung von Tier zu Tier oder gar von Tier auf Menschen ist aber nicht möglich. Die lästigen Larven müssen jeweils selbst in der Umgebung aufgenommen werden.

Auf welche Symptome muss ich nach einem Spaziergang achten?

Da die Larven an Grasspitzen sitzen, kommt es vor allem im Bereich der Pfoten, dem Kopf und am Bauch zu allergischen Hautveränderungen. Da die Milben nach einer gewissen Zeit von alleine wieder abfallen, vergehen die Symptome nach einer gewissen Zeit von alleine (selbstlimitierend). Meistens dauern sie ohne wiederkehrende Aufnahme der Larven 10-14 Tag. Jedoch ist der starke Juckreiz sehr unangenehm und sollte behandelt werden.

  • Rötungen
  • rostähnliche Flecken
    – an den Pfoten im Bereich der Zwischenzehen sitzen die Milben in Gruppen zusammen
  • knötchenartige Verdickungen
  • Krusten
  • teils starker Juckreiz
    – dieser kann auch noch Tage nach einem Befall anhalten
  • ein Befall ist auch im Bereich der Augen möglich

Wie stelle ich fest, ob mein Tier diese Milben hat?

Meist kann man an den betroffenen Stellen die Milben mit bloßem Auge gerade noch erkennen oder mit Hilfe eines Flohkammes die Milben auflesen. Ist dies nicht der Fall, muss ein Geschabsel gemacht werden. Dazu wird ein wenig von der Hautoberfläche mit einem Skalpell „abgeschabt“ und unter dem Mikroskop betrachtet.

Gibt es Möglichkeiten einem Befall vorzubeugen?

Einige Präparate gegen Flöhe und Zecken bieten zusätzlich auch einen Schutz gegen die Herbstgrasmilbe. Diese gibt es als Spot-on zum Auftropfen auf die Haut oder auch als Spray welcher direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Eine Umgebungsbehandlung wie es bei Flöhen der Fall ist, ist nicht notwendig.

Falls Sie dazu Fragen haben, stehen wir gerne für weitere Informationen zur Verfügung.